Die Innenstadt

Kulturreiches Wien

Innenstadt Wiens

Die Chancen des Flaneurs, der Prominenz zu begegnen, steigern sich im ersten Bezirk erheblich. Selbst wenn die Stars der Stunde sich nicht zeigen wollen, ist einem die historische Prominenz treuer Begleiter: In verwinkelten Gässchen wie der Ballgasse und dem Franziskanerplatz begegnet man dem mittelalterlichen Wien, am Michaelerplatz und am Stubentor den Römern und dazwischen präsentiert sich das kaiserliche Wien auf eindrucksvollste Weise. Nicht überraschend also, dass die UNESCO dieses historische Stadtzentrum in ihre Welterbeliste aufnahm.

Die Straßen Wiens sind mit Kultur gepflastert. Die Straßen anderer Städte mit Asphalt.Karl Kraus (1874–1936), österreichischer Schriftsteller

750 denkmalgeschützte Objekte tummeln sich in diesem Sammelsurium der Jahrhunderte. Ein im wahrsten Sinne des Wortes herausragendes ist der Stephansdom: Der „Steffl“ ist 107 Meter lang, 34 Meter breit, an der höchsten Stelle 136,4 Meter hoch und Heimat der 20.130 Kilo schweren Pummerin, der zweitgrößten freischwingend läutenden Kirchenglocke Europas.

60 Museen sind hier angesiedelt. Dabei reicht das Spektrum von international bedeutenden Häusern wie der Albertina und dem Kunsthistorischen Museum bis zu kleinen Spezialmuseen wie dem Teddybär- oder dem Uhrenmuseum.

Innenstadt Wiens

Franziskanerplatz Innenstadt

Kirche Kirchenturm

3,01 Quadratkilometer misst der erste Wiener Gemeindebezirk. Bis 1850 war dort, wo heute die Ringstraße verläuft, die Stadtmauer, die Grenze zwischen Stadt und „Provinz“.

Unzählige kleine und große Schönheiten buhlen um die Aufmerksamkeit der Spaziergänger. Selbst alteingesessene Wienerinnen und Wiener bleiben ab und an vor einem Haus stehen, um dessen Fassade zu bestaunen oder in einen Innenhof zu lugen, der überraschend mehr bietet, als die Einfahrt verspricht. So ist die innere Stadt nicht nur ein Tummelplatz der Prominenz, sondern auch eine Schatzkiste der kleinen Besonderheiten, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Text: Agnes Hamberger, Fotos: Christine Wurnig