Friedensreich Hundertwasser (1928 – 2000)

Vollständig: Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser

Hundetwasser Haus

Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist es der Anfang einer neuen Wirklichkeit.“ Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser träumte von geschwungenen Säulen und unebenen Fußböden, er träumte von Dächern, die Wälder werden, von goldenen Türmen, von leuchtenden Farben an Regentagen und der Kunst als einem Ort der Erbauung und der Andacht. Friedensreich Hundertwasser wurde als Friedrich Stowasser 1928 in Wien geboren und verstarb im Jahre 2000 an Bord der Queen Elisabeth 2 auf der Rückreise von Neuseeland. Seiner Geburtsstadt hinterließ er Manifestationen seiner Träume in Mosaik, Blau, Grün und Gold, mit wellenartigen Fußböden, begrünten Innenhöfen und schiefen Balkonen.

Der Mensch hat drei Häute: Er wird in der ersten geboren, die zweite ist sein Kleid, und die dritte ist die Fassade seines Hauses.Der Wiener Architekt Friedensreich Hundertwasser (1928–2000)

Hundertwasser nannte seinen Baustil „vegetativ“

Und steht man vor seinem ersten Bau, dem Hundertwasserhaus in der Löwengasse, versteht man diese Bezeichnung sofort. Hundertwasser baute gemeinsam mit dem Architekten Peter Pelikan diese 1985 fertiggestellte Wohnhausanlage, ein „Haus für Menschen und Bäume“. Er entschied sich in der Architektur des Wohnhauses – genauso wie bei dem 1991 eröffneten Kunst Haus Wien – gegen Monotonie und Geradlinigkeit und für Vielfalt und organische Formen und schuf so einen natur- und menschengerechten Lebensraum.

Weg zum Kunsthaus Wien

Häuserwasser von weitem Hundertwasser

Bunt Haus

Mit der Neugestaltung der Müllverbrennungsanlage Spittelau schenkte Hundertwasser Wien ein neues Wahrzeichen: ein kunterbuntes Gebäude mit bunten Kreisen, leuchtenden Flecken, roten Erdbeeren und einem über die Stadt hinausragenden goldenen Turm. In seiner glänzenden Fassade bricht sich das Sonnenlicht: Natur. „Reiche und Mächtige hatten immer schon Türme. Dass aber der moderne Durchschnittsmensch auch Türme, sogar vergoldet, haben kann, ist neu. Architektur soll den Menschen erhöhen, nicht erniedrigen, unterdrücken und versklaven.“

Text: Nina Lucia Groß, Fotos: Christine Wurnig