Jubiläumswarte

Wichtiges Erhalungsgebiet der Wienerinnen und Wiener

Stadt Wien

Sie wollen Wien von oben genießen? Dann spazieren Sie doch in den westlichen Teil der Stadt: Auf 449 Metern Seehöhe legt Ihnen die Jubiläumswarte am Wilhelminenberg die Donaumetropole zu Füßen und lässt Sie nach dem Aufstieg durchatmen. Denn: Der Aussichtsturm steht im Wienerwald, der vielzitierten „grünen Lunge“ der Stadt, die mit ihren 135.000 Hektar ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Wienerinnen und Wiener ist.

Der Wilhelminenberg ist eine perfekte Wiener Melange: Wanderung, Spaziergang und Sightseeing-Tour in einem. Mit der Jubiläumswarte als Zuckerstück.Frei nach dem Wiener Autor Thomas Rambauske.

Entstehung der Jubiläumswarte

Die Jubiläumswarte wurde 1898 anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. errichtet. Wo zuerst nur ein hölzerner Turm stand, wurde in den 1950er Jahren ein 31 Meter hoher Betonpfeiler mit Wendeltreppe und Aussichtsplattform erbaut. Haben Sie seine 183 Stufen erklommen, werden Sie mit einem atemberaubenden 360-Grad-Panorama belohnt. Aber seien Sie gewappnet, sollten Sie Einheimische nach dem Weg zur Jubiläumswarte fragen: Sie könnten auf den „Predigtstuhl“ oder „Gallitzinberg“ geschickt werden. Denn: Diese drei Bezeichnungen für den Wilhelminenberg werden nebeneinander verwendet. Den Namen „Gallitzinberg“ erhielt die ursprünglich als „Predigtstuhl“ bezeichnete Erhebung vom russischen Botschafter in Wien, Demetrius Michailowitsch Gallitzin. Er besaß Ende des 18. Jahrhunderts weite Besitzungen in der Gegend, die damals noch großteils Weideland war.

Aussichtspunkt

Bäume, Hügel und die Stadt

Ausblick von der juniläumswarte

Dass sich der Name „Wilhelminenberg“ in der Umgangssprache durchgesetzt hat, ist Fürst Moritz von Montléart zu verdanken. Er schenkte den Berg samt Schloss seiner Gattin Wilhelmine und beantragte die Umbenennung. Da sein Wunsch von Seiten des Amtes nicht erfüllt wurde, ließ der Fürst kurzerhand an allen Zugängen zum Schloss Tafeln mit der Aufschrift „Wilhelminenberg“ anbringen. Aber keine Sorge: Lassen Sie sich nicht von den unterschiedlichen Namen verwirren. Der sieben Kilometer lange Stadtwanderweg 4 führt Sie bequem zur aussichtsreichen Jubiläumswarte und wieder zurück in die Stadt!

Text: Kornelia Kopf, Fotos: Christine Wurnig