Schloss Schönbrunn

Touristische Hauptsehenswürdigkeit in Wien

Schloss Schönbrunn Gloriette

Ei, welch’ schöner Brunn’!“, soll Kaiser Matthias 1619 ausgerufen haben, als er auf der Jagd eine Quelle entdeckte. Die Quelle wurde zu einem schönen Brunnen, das Jagdgebiet zum Schlosspark, das Jagdschloss zur monarchischen Sommerresidenz Schloss Schönbrunn.

Der Wolferl ist der Kaiserin auf den Schoß gesprungen, hat sie um den Hals bekommen und rechtschaffen abgeküsst.Schloss Schönbrunn war nicht nur politisches, sondern auch kulturelles Zentrum des Habsburgerreichs. Am 13. Oktober 1762 arrangierte der ehrgeizige Leopold Mozart ein Vorspielen seiner Kinder Wolfgang und Maria Anna, um sie als „Wunderkinder“ bekannt zu machen. Der Besuch war ein voller Erfolg.

Die Entstehung des Schlosses Schönbrunn

Kaiserin Maria Theresia hatte sich 1743 den Ausbau des Lustschlosses zum prunkvollen Wohnsitz für die warmen Monate in den Kopf gesetzt: 150 Jahre lang wohnte hier ein Hofstaat von mehreren hundert Menschen. Es gab ja auch Platz genug: 1.441 Räume befinden sich in dem 183 Meter langen Schloss, der Park ist 160 Hektar groß, 16 Hektar misst allein der Zoo. 1752 eröffnet, ist er der älteste noch bestehende Zoo weltweit. Das beliebte Ausflugsziel setzte schon im 19. Jahrhundert Trends: Nachdem 1828 der Vizekönig Ägyptens Kaiser Franz II. eine Giraffe schenkte, waren die Wienerinnen und Wiener in heller Aufregung: Die feinen Damen kleideten und frisierten sich „à la Giraffe“. Heute ist das alles ein bisschen anders: Die feinen Damen blicken bei Modefragen nach Paris, die Besucherinnen und Besucher des Tiergartens blicken aus den ehemaligen Löwenkäfigen auf die Löwen.

Schloss Schönbrunn

Schlossgarten Palmenhaus

Zoo mit Flamingos

Zurück zum Schloss: Man stelle sich vor, jemand würde dem Prachtbau heute eine neue Farbe geben wollen. Was für ein Skandal! Das Schönbrunner Gelb! UNESCO-Weltkulturerbe! Dabei hat das Schloss schon mehrere Neuanstriche hinter sich: Restaurierungen haben gezeigt, dass es früher blau war. Und ganz am Anfang war es – rosa! Neben den privaten Räumen der Kaiserinnen und Kaiser gibt es heute im Schloss auch private Wohnungen für das „gemeine“ Volk. Man glaubt es kaum, aber das Schloss ist heute nach wie vor bewohnt, und nicht nur von den Geistern der Aristokratie. Der Großteil ist jedoch Museum und dazu da, allen Besucherinnen und Besuchern diese ungeheure Pracht zugänglich zu machen, die einst einigen wenigen vorbehalten war.