Schrebergärten

Europas größte innerstädtische Kleingartenkolonie

Holzhütte mit Garten

Die Schrebergärten in Wien sind ein Kapitel für sich. Hier können Sie Wien einmal von einer ganz anderen Seite sehen. Abseits jeder Touristenattraktion setzt sich der Kleingartenverein „Zukunft auf der Schmelz“ – Europas größte innerstädtische Kleingartenkolonie mit 659 Parzellen – seit 1897 für das Wohlergehen seiner Mitglieder und deren Gemüsebeete ein.
Die Kleingärten heißen hier Schrebergärten und waren ursprünglich abgezäunte Obst- und Gemüseparzellen, die den Wienerinnen und Wienern als Nahversorgung dienten. Heute beinhalten sie auch bewohnbare Gartenhäuschen und sind meist Zweitwohnsitz ihrer Eigentümer.

Ein paar Quadratmeter Wiese, ein kleines Erdbeerbeet, zwei Liegestühle und ein freundlicher Gartenzwerg.Im Schrebergarten ist das Leben so einfach und doch so schön!

Neben der Schmelz gibt es in Wien auch andere, kleinere Kolonien und auch einzelne Kleingärten. Die kleinen Parzellen, die meist am Stadtrand oder außerhalb der Stadt zu finden sind, vermitteln die lebendige Vielfalt der Stadt und ihrer Bevölkerung.

Der Traum vom Selbstversorger

Der Besitz eines eigenen Kleingartens ist für die Wienerinnen und Wiener ein Privileg. Hier können sie den Traum vom Selbstversorger- Dasein ausleben: Da wird gepflanzt und geerntet, gegrillt und getratscht, in der Sonne gelegen und die freie Zeit genossen – aber bitte erst, wenn der Garten in Ordnung gebracht wurde. Das ist Lebensqualität pur! Offiziell darf der Schrebergarten-Eigentümer sein kleines Paradies aber erst seit 1987 als Erholung bezeichnen, davor war es lediglich „parkfreie Zone“.

Rose Klaingarten

Holzhütte

Tische mit Bänken

Doch dann hat der Schmelz-Verein auch auf rechtlicher Seite den Status „EK“ (Erholungsgebiet Kleingärten) erzielt – nach jahrelangem unermüdlichem Einsatz.

Der hat sich sichtlich gelohnt, wie Sie zugeben werden, wenn Sie im „Schutzhaus Zukunft“ auf der Schmelz eingekehrt sind. Hier ist sozusagen der „Schmelzkern“ der Wiener Schrebergärten: In dem Gasthaus versorgt man Sie bis spät nächtens mit üppigen Portionen und pflegt vor allem das Wienerlied. „Ur-gemütlich“!