UNO-City

Auch Vienna International Centre genannt

UNO-City in Wien

Wien ist Weltstadt. Spätestens seit der Eröffnung des Vienna International Centre 1979 stimmt das wieder. Es ist einer der drei ständigen Amtssitze der Vereinten Nationen und eines der charakteristischsten Gebäude Wiens. Seine sechs halbrunden Bürotürme tauchen – fährt man mit der U-Bahn-Linie 1 Richtung Leopoldau – linker Hand hinter der Reichsbrücke auf, inmitten eines sehr authentischen Wiener Bezirks. Österreich hatte den Vereinten Nationen das internationale Zentrum aktiv angeboten, die Stadt Wien stellte die Baugründe bei und verpachtet diese um symbolische sieben Cent (bis 2001: ein Schilling) pro Jahr.

Die UNO-City ist das Wahrzeichen des erfolgreichen Bemühens Kreiskys, Wien als Drehscheibe der Weltdiplomatie zu etablieren.Frei nach dem Journalisten Walter M. Weiss. Bundeskanzler Bruno Kreisky (1911–1990) war der Ideengeber und Motor des Projektes „Vienna International Centre“.

Die Wienerinnen und Wiener nennen das Vienna International Centre liebevoll UNO-City, das klingt einfach besser, irgendwie internationaler und doch sehr wienerisch. Und international und wienerisch war auch die Ausschreibung für den Bau: Architekten aus aller Welt reichten ihre Projekte ein, trotz heftiger Kritik kam letztendlich der viertgereihte österreichische Architekt Johann Staber zum Zug. Auf 17 Hektar errichtete er die Turmlandschaft der UNO-City.

Kongressstadt Wien

Die einzelnen Gebäude sind darin so angeordnet, dass sie sich gegenseitig kaum Schatten werfen. Die gesamte Geschossfläche beträgt überwältigende 230.000 Quadratmeter.

Brücke über Donau

Vienna International Centre

Welt Flaggen

Jährlich werden 2.000 bis 3.000 Konferenzen in ihren Räumlichkeiten abgehalten, Tendenz steigend. Das VIC trägt damit wesentlich dazu bei, dass Wien zu einer der erfolgreichsten Kongressstädte weltweit zählt.

Heute haben unter anderen die IAEA (Internationale Atomenergie-Organisation) und die UNIDO (Organisation für industrielle Entwicklung) ihren Sitz in Wien. Aber seien Sie gewarnt: Wenn Sie die UNO betreten, verlassen Sie österreichisches Staatsgebiet! Wenn Sie die UNO-City im Rahmen der täglichen Führung erkunden wollen, sollten Sie Ihren Reisepass einpacken.

Text: Verena Brandtner, Fotos: Christine Wurnig, Bild mit Fahnen: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vienna_International_Centre_8.JPG