Wien vom Wasser aus

Schiffahrten in der Donau

Buk vom Boot

Als Schifffahrtsnation ist Österreich nicht bekannt, doch die k. u. k. Kriegsmarine galt bis zum Ersten Weltkrieg als sechstgrößte Flotte der Welt. Von den Hochseeschiffen der Kaiserstadt Wien ist nichts mehr übrig, aber die Schifffahrt auf den Donauarmen der Stadt eröffnet spannende Ausblicke auf Wien.

Donau so blau, so schön und blau, durch Tal und Au, wogst ruhig du hin, dich grüßt unser Wien.Text zum Donauwalzer von Franz von Gernerth 1889

Am Schwedenplatz

Am Rande der Altstadt startet der Twin City Liner, und bringt seine Passagiere in 75 Minuten in die Schwesternhauptstadt Bratislava. Vom Donaukanal – mit seinen Strandbars und Partyschiffen ein Zentrum des (Nacht-)Lebens – geht es vorbei am UNESCO-Weltkulturerbe der Wiener Innenstadt und den modernen Bauten in der Leopoldstadt; und schon nach kurzer Zeit eröffnen sich charmante Blicke auf den grünen Prater. Beim Hafen Freudenau gleitet das Boot vom Donaukanal in die Donau und lässt sich von ihr bis nach Bratislava tragen.

Wer selbst aktiv sein möchte, dreht auf der Alten Donau eine Runde mit dem Tret- oder Ruderboot. Die Szenerie ist eindrucksvoll: Hinter der Baum- und Wasserlandschaft und den schaukelnden Segelbooten ragen die modernen Hochhäuser von „Transdanubien“ in den Himmel.

Schiffe an der Donau

Wasser mit Wald

Donaukanal Hafen

Im Sommer stehen die kleinen Boote bei Vollmond für idyllische Mondscheinfahrten – Picknickkorb inklusive – zur Verfügung. Einfach romantisch!

Ein Gefühl für die alten Zeiten

Das kommt bei Sightseeingfahrten mit der traditionsreichen Donaudampfschifffahrtsgesellschaft (DDSG) auf. Wie wäre es mit einer Fahrt auf der MS Ana, dem ältesten Passagierschiff, das auf dem österreichischen Donau unterwegs ist? Oder auf dem 1955 gebauten und restaurierten Eisbrecher MS Arthur Kaspar? Gemächlich die Donau entlangtuckernd, zeigt sich Wien von einer unerwarteten Seite.

Text: Kornelia Kopf, Fotos: Christine Wurnig