Cobenzl

Eigentlich zwei Berge: der Cobenzl

Blick Wien

In Wien kann man zu Fuß in den Himmel gehen: „Am Himmel“ ist eine kleine Anhöhe mit traumhafter Sicht auf die Stadt. Der göttliche Flecken Erde ist ein beliebtes Ausflugsziel und ein fast mystischer Ort: Hinter dem Café-Restaurant Oktogon erhebt sich ein Baumkreis mit 40 Lebensbäumen. Hier erfahren Natursuchende die Qualitäten ihres persönlichen Lebensbaums und können auf sich selbst Rückschlüsse ziehen. Was für manche eigenartig klingt, macht am Sonntagnachmittag richtig Spaß!

Der schöne Blick vom Cobenzl zu Stadt Wien. Aber ich habe eineinhalb Stunden Gehweg zur Baronin, die ich unterrichten muss.Im Sommer 1781 residierte Wolfgang Amadeus Mozart als Gast des Grafen von Cobenzl in dessen Schloss. Leider gab es damals noch keinen Bus…

Erreichbar ist der Himmel zu Fuß

In 15 Minuten vom Cobenzl aus. Eigentlich sind es ja zwei Berge, die die Wiener als Cobenzl bezeichnen: der Latisberg und der Reisenberg. Den Namen erhielten die Erhebungen von Graf Johann Philipp Cobenzl. Er kaufte den Grund im Wienerwald im 18. Jahrhundert, machte seinen Besitz öffentlich zugänglich und wurde dank seiner Molkerei so bekannt, dass die Berge bald nur mehr Cobenzl genannt wurden. Der landwirtschaftlich interessierte Graf residierte standesgemäß in einem Schloss auf seinem Anwesen. Nach seinem Tod wechselte es jedoch laufend den Besitzer und verfiel. Erst in den 1980ern wurde es im barocken Stil neu erbaut.

Cobezl Restaurant

Haus am berg

Weinstreben Cobenzl

Was Graf Cobenzl vor fast 300 Jahren erfolgreich gemacht hat, wird am Cobenzl heute – in etwas anderer Art – weitergelebt: Hier betreibt die Stadt Wien eine gepflegte Landwirtschaft. Die typischen Wiener Weine, die am Weingut Cobenzl gekeltert werden, gehören zu den besten der Stadt, verkosten kann man sie auch im Rahmen einer Weingarten- und Kellerführung. Damit den jungen Besucherinnen und Besuchern währenddessen nicht langweilig wird, gibt’s praktischerweise gleich nebenan den Kinderbauernhof Landgut Cobenzl. Mit seinen über 100 Tieren – von Ziegen über Hühner bis zu Hasen und Hunden – ist für Abwechslung gesorgt! So schwelgt dann jeder in seinem eigenen Himmel.

Text: Kornelia Kopf, Fotos: Christine Wurnig